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Mein Kind vergleicht sich ständig mit anderen

myanweise
17. Sept.
1 Min. Lesezeit

"Mia kann das schon, ich nicht." Dein Kind steht daneben, die Unterlippe zittert, der Turm ist wieder umgefallen, der von der Freundin nebenan aber steht. Dein Kind vergleicht sich und dein erster Impuls: schnell trösten, relativieren, "Das kannst du auch bald". Und trotzdem bleibt dieser Satz im Raum stehen.


Mädchen ist traurig, vergleicht sich mit Freundin, die es schon besser kann

Was bedeutet es, wenn mein Kind sich mit anderen vergleicht?


Sobald dein Kind beginnt, sich selbst als eigenständiges Wesen wahrzunehmen, beginnt es auch, sich zu anderen ins Verhältnis zu setzen. Das ist kein Zeichen von Unsicherheit, sondern ein normaler Teil davon, ein Selbstbild aufzubauen. Problematisch wird es nicht durch den Vergleich selbst, sondern durch die Schlussfolgerung, die daran hängt: "Ich kann das nicht – also bin ich weniger wert."


Wie reagierst du, ohne zu beschönigen?


Der Reflex, sofort zu relativieren mit z.B. "Das ist doch nicht schlimm" oder "Du bist doch auch toll", springt über das eigentliche Gefühl hinweg. Hilfreicher ist, den Moment erst einmal auszuhalten: "Das ärgert dich gerade, dass der Turm umfällt." Dein Kind lernt dabei etwas Wichtigeres als Trost – es lernt, dass sein Wert nicht daran hängt, ob der Turm steht oder fällt, sondern dass es auch mit Frust gesehen und gehalten wird. Genau dieses Gesehenwerden, unabhängig vom Ergebnis, ist die Basis für ein stabiles Selbstwertgefühl.


Mehr dazu, wie dieses Grundgefühl von Wert überhaupt entsteht, liest du in unserem Grundlagenartikel zu Selbstwert und Selbstvertrauen.


Nicht mehr sofort relativieren. Sondern erst einmal mit aushalten.


Die Selbstwert-Karten geben dir 30 Sätze, die deinem Kind genau in solchen Momenten zeigen: Es ist wertvoll, unabhängig vom Ergebnis.


Übersicht der Karten für Selbstwert


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